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offenes * atelier
rainer maria jaenicke


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ab Januar 2019

Auf dieser Seite wird in Zukunft zu sehen sein,
an was ich künstlerisch arbeite.


 

 

Mein Freund, der alte Birnbaum, ...

... vergoldet vom Sonnenlicht eines klaren Februarmorgens

Die Spalierbirnbäume der Obstanbaubetriebe des Vorgebirges
zwischen Köln und Bonn werden keine 3 Meter hoch.
Dafür sind die Birnen vom Cabrio des
Besitzers aus pflückbar.

So sind die Zeiten, in denen man beim Pflücken von Birnen von der Leiter
fallen konnte, Gott sei Dank endgültig vorbei.

 

 

Village Catalan

Das kleine Village Catalan träumt von der Freiheit,
im Hintergrund der Heilige Berg Kataloniens, der Pic del Canigó.
Zwei ehrwürdige romanische Klöster (Sant Martí du Canigó und Sant Miquel de Cuixà)
laden auf dem Weg zum Gipfel ein,
über den neuentfachten europäischen Nationalismus nachzudenken.

 

Sind Esel und Wolf auf ewig miteinander verbunden,
oder ist das ein modernes Märchen und ein Warten auf die Fee und das Happy End?

 

 

Cadaqués

 

Foto 1997

 

Immer wieder lese ich, dass Cadaqués der afrikanischste Ort Spaniens sei. Über die optischen Qualitäten dieses Katalanischen Schmuckstücks kann man nicht streiten. Warum es allerdings afrikanisch sein muss und was das ist, kann ich nicht nachvollziehen.
Vielleicht wird die mediterran-kubische Terrassenarchitektur so verstanden. Die ist aber rund um das Mittelmeer anzutreffen. Auch das gleißende Licht wird möglicherweise so interpretiert, hat es doch Jahrzehnte lang unzählige Künstler aller Nationalitäten und Stilrichtungen in seinen Bann gezogen. Der heimische Druide Dalí tat das Seinige dazu und magnetisierte seine millionenstarke Gefolgschaft bis heute.
1543 war der letzte für den Ort verheerende Sarazenen-Überfall. Heute sind es die Touristen, die das ehemalige Fischerdorf eingenommen haben, so dass ihre Anzahl die Zahl der Bewohner im Sommer um das Vielfache übersteigt.

 

¡Viva el Cubismo!
Digitaler Kubismus Filter 2019

 

Ungefähr 300 Kilometer weiter südlich an der spanischen Ostküste,
auch nicht in Afrika, sondern in der Comunidad Valenciana, liegt

 

Peñiscola

 

Auch ohne Kubismus Filter Kubismus pur!

 

Interessant, wer hier so alles im Laufe der überblickbaren Zeit Rast gemacht oder gelebt hat:



Nach steinzeitlichen Bewohnern verschiedener Epochen, Iberer, Karthager, Phönizier, Griechen, Römer, Mauren, Westgoten, Spanier, jetzt Touristen aus Nord- und Mitteleuropa und in entgegengesetzter Richtung unterwegs Migranten aus dem südlich benachbarten Afrika. Dazu kommt über die Jahrhunderte noch ein interessanter Mix aus Piraten und 2 Päpsten.

Was mir aufgefallen ist: Das ´malerische´ Cadaqués wurde von vielen internationalen Künstlern stets frequentiert, sicherlich auch wegen der Nähe zu Frankreich, Collioure z.B..
Dalí stammte aus dem wenig entfernten Figueres und seine Eltern hatten ein Sommerhaus in Cadaqués. Ihn selbst zog es später in das benachbarte kleine Portlligat, wo man sein Atelier besichtigen kann.
Im Vergleich steht das gleichermaßen ´malerische´ Peñiscola von Künstlern so ziemlich ungeküsst da. Im Internet kann man eine kubisch angehauchte Malerei von André Duret finden.

Peñiscola hat ungefähr 8.000 Einwohner. In den Sommermonaten steigt die Zahl auf 150.000 Bewohner (siehe Wikipedia), die zumeist in den unzähligen Betonklötzen entlang des langen Strandes nach Benicarló wohnen.
Zusätzlich ist Peñiscola im Sommer Ausflugsziel für einen immensen Tagestourismus.
Die Altstadt auf dem Felsen im Meer wird im Sommer von Touristenmengen überflutet.
Hotelbauten, Wohnblocks mit Ferienwohnungen, Urbanisationen, Ferienhäuser und die dazugehörige Infrastruktur mit Supermarkt-Ketten, Fastfood-Restaurants usw., haben sich kilometerweit in die umliegende Landschaft gefressen.
Diese negative Entwicklung blieb Cadaqués trotz des existenten Tourismus wegen Platzmangels in seiner nicht zu großen Bucht erspart. Die mit Auto (ungef. eine halbe Stunde) und Boot erreichbaren Roses und Empuriabrava sind statt seiner die Touristen-Magneten.

 

*

 

Ein Prösterchen auf Karlchen Marx
mit einem Schlückchen Opium für das Volk

 



Ein Totenreich zwischen den Felsen, vergleichbar mit Böcklins Toteninsel,
allerdings bin ich zeitgemäß mit dem Auto gekommen, nicht mit dem Boot hinüber gerudert.
Voneinander getrennt finden sich hier die Toten,
im Hintergrund, jenseits der Schlucht, blickt man ins Reich der Lebenden:
Das ehrwürdige alte Städtchen, die Autoroute du Soleil, die N 7, eine TGV Strecke, die Rhone, ein KKW.
Die Grabplatten sind vollgestellt mit Souveniers der Trauernden.
Die Toten, eingeschlossen in ihren Grabkammern, werden daran keine Freude mehr haben.
Der ganze Pompe Funèbre ist mehr für die Hinterbliebenen
und zeigt die Hilflosigkeit der Lebenden dem unfassbaren Tod gegenüber.

+

 

Ein Platz, auf dem man nichts (nix) darf!

Du darfst das Wasser nicht trinken.
Du darfst in dem Wasser nicht schwimmen.
Du darfst deine Haustiere nicht schwimmen lassen.

Bei Zuwiderhandlung trifft dich der elektrische Schlag!

 

rearme / Aufrüstung

 

Eine sich ständig verändernde Konstante in meinem Leben: Das Ebro-Delta
Wasser, Luft und Erde treffen sich ohne viele Korrekturen des Menschen.
Der Bereich verzaubert dich mit seiner elementaren Klarheit.
Du bist weit weg vom Alltagsgestrampel und atmest Freiheit.
siehe weiter unten genius loci

Las visitas a las playas del delta del Ebro son una constante en mi vida desde hace muchos años: Agua, aire, tierra y una luz única se encuentran sin correcciones humanas.
Este espectáculo de la naturaleza muestra la pequeñez del hombre y el tamaño de los elementos.
En estos momentos las personas religiosas creen en la grandeza de la creación de Dios.

 

Auch Touristen werden Oldtimer.
1969 kam ich mit einem Käfer das erste Mal nach Vinaròs.
Dieser Käfer auf dem Foto ist ein wunderschöner Oldtimer aus Barcelona.

Ein Oldtimer, blauer als der blaueste Tramuntana-Himmel,
erinnert mich an meine himmlische Citroen-Vergangenheit.
Foto: Ingrid Vleurinck ©

 

Der Tagesteller
Digitallage

 

Darf eine Prinzessin ein Häschen & Mäuschen Kleid tragen
und hat ihr Prinzilein sie dann noch lieb?

 

Der Versuch eines wertungsfreien Deutsch - Deutsch - Übersetzers

(am 12.01.2019 im Spiegel Online)
der Charakterficker
Jemand, der die Wesensart eines Mitmenschen missachtet

nicht zu verwechseln mit
das
Charakterschwein
Jemand, der eine verdorbene Wesensart aufweist.

 

Lagernachrichten

Der Sargnagelmann
aus dem Hocheifel-Lager
verlässt wegen ständiger Streitereien
mit seinen Kolleginnen und Kollegen
den Arbeitsplatz.
Er beendet sein Arbeitsverhältnis
mit der Ablöseformel:
Ihr könnt mich alle am A.... lecken,
ich bin ´raus und geh´ nach Haus.

 

Neujahrsimpressionen 2019

 

mentalitas rhenaniae
Triptychon

 

Analyse

Traditionelle Attribute der comic- oder cartoonartigen Figur: Hörner, Drachenschwanz, beim Erscheinen Geknalle und Gestank (hier aus der Schachtel!) Verzichtet wurde in der Darstellung auf eine dämonisch beängstigende, nicht verkaufsfördernde Fratze, eine fellartige dunkle Behaarung, einen Pferdefuß.

Zeitgemäße oder modische Attribute: Batman-Umhang, T-Shirt mit Werbeaufdruck, rote Kappe, cool verkehrt herum getragen, rote Handschuhe, Jeans, Sneaker
Nur der fellartige Schattenwurf lässt eine klassische Ikonographie erahnen.

 

 

Helenes Lover

Jetzt spricht der Bruder von Helenes Lover.
Jetzt spricht die Schwester von Helenes Lover.
Jetzt spricht der Vater von Helenes Lover.
Jetzt spricht die Mutter von Helenes Lover.
Jetzt spricht der Opa von Helenes Lover.
Jetzt spricht die Oma von Helenes Lover...
Ich mache jetzt mal Schluss!
Nicht, dass mir keine weiteren Familienmitglieder einfielen,
aber irgendwie erregt mich diese variantenreiche Form von Journalismus derart,
dass ich Rücksicht auf meinen Herzrhythmus nehmen muss.

 

Objet trouvé
Musenfalle

 

In der Materialsammlung
meines Ateliers liegt
ein toter Schmetterling,
ein Kleiner Fuchs.
Mit zusammengelegten Flügeln
zur letzten Ruhe gebettet,
erwartet er in einer gespannten Mausefalle
das ewige Leben.

Ich formuliere jetzt mal einen nicht fiktiven Ausstellungskommentar
zu einem Objekt wie diesem:

Ist das von einem Kind?
So ein Blödsinn! Was soll der Scheiß?
Das kann doch jeder Arsch!

 

Sehnsucht und Ausstrahlung

 

Ich trage in mir die Sehnsucht nach Orten mit Ausstrahlung.
Ein unbeschreibliches Gefühl, das micht plötzlich umfängt.

 

> genius loci

 

Die Ermita von Alcanar
Foto 2018

 

 

Foto von Cem Özdemir, DIE ZEIT Nr. 1, 27.12.2018, Politik, S. 11

Da steht er nun mit undefinierbarem Gesichtsausdruck (... oder interpretiere ich vielleicht einen kleinen Schwabenstreich im Ansatz?), der von mir so hoch geschätzte Cem Özdemir, hinter feilgehaltener europäischer und deutscher Staffage. Es ist einfach nur traurig, dass man in diesem liberal genannten Teil Europas nicht mit einem weiteren Fähnchen auf seine ehrenwerte Herkunft hinweisen darf, ohne dem so oft benutzten fäkalen Gegenwind, aus welchen Himmelsrichtungen auch immer, ausgesetzt zu sein.

Gedanken
06.01.2019

 

Baustelle
Fotomontage

 

 

Alte Vippe

der alten vippe
rutscht die brust raus
platzt die hose
geht einer flöten

von 1,2 mio followern
offenbaren nur 7 emojis
erektile dysfunktionen

 

Individualität

es muss jeder
für sich selbst
entscheiden,
ob er
ein vergoldetes
fischstäbchen
essen möchte
oder nicht

 

Dancing around the golden steak
Digitale Malerei

Jemanden, der reich ist, ein mit Blattgold belegtes sehr großes Steak essen zu sehen,
gefällt in einer bekannten virtuellen Realität
ungefähr 1.571.288 Followern (Mitläufern, -lesern
).
(Einwohnerzahl von Luxemburg +/- 600.000)

Laut zeit.de
sterben jeden Tag 24.000 Menschen an den Folgen von Hunger,
drei Viertel davon sind Kinder unter 5 Jahren.

 

*

 

„Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie doch Kuchen essen!“

Dekadenter Spruch, wahrscheinlich nicht von Marie Antoinette, Königin von Frankreich,
1755–1793, aber von anderen historischen Persönlichkeiten (Jean-Jacques Rousseau) und allgemein genutzt,
bezogen auf das hungernde Volk Frankreichs
vor der französischen Revolution (1789).

> Wikipedia: Marie Antoinette von Österreich-Lothringen

 

 

Gedanken beim Fotografieren

Man darf auf Fotos Gesichter nicht erkennen,
wenn man die Erlaubnis der Abgebildeten nicht eingeholt hat.
Auch die Gegend und die Uhrzeit
dürfen aus dem Foto nicht nachvollziehbar sein,
weil Personen zum gleichen Zeitpunkt
wieder am gleichen Ort sein könnten.

Das alles verbietet das deutsche Persönlichkeitsrecht,
im Speziellen das Recht am eigenen Bild,
wenn andere es unerlaubt veröffentlichen wollen.

So verzichtet jeder gerne auf sein Foto
vom gutgefüllten Stadion,
von der Sprungschanze und den Zuschauern
der Vierschanzentournee,
dem Karnevalszug in den Rheinischen Hochburgen,
der Partymeile in der Hauptstadt zum Jahreswechsel,
dem Strand von Benidorm
oder dem Open Air Konzert von Wacken.

... das Recht am Abbild von Eigentum:
Haus, Garten, Auto, Boot usw.,
es bleiben garantiert wenig Dinge übrig,
die ich fotografieren könnte,
dafür verbringe ich aber viel Zeit
mit der Einholung der Erlaubnis für ein Foto.

 

Ekel & Qual

1

Neu ist die Reinkarnation einer Seele als Kieselstein
im Fußschweiß eines betuchten Spitzensportlers.
Die Menschwerdung mit Hilfe eines perforierten Präservativs
beschreibt einen kreativen Befruchtungs-Slalom.

 

black hole
Digitale Malerei

 

2

Zäh schleimt Vogelschiss an vielen deutschen Haustüren.
Ständig glibbern Kaugummis und Rotze auf unseren Boulevards,
entleeren sich Wildpinkler und -scheißer
auf all unseren Wegen.

 

Das tapfere Hackerlein

lebte mit seinen zwanzig Jahren
als Spätentwickler der Bewegung
noch immer bei Mami und Papi.
Bald werden ungebremste Cyber-Babys
mit einem Tastaturklick den Weltuntergang
einleiten.
Dann werden Politiker
dazu nicht mehr benötigt.

 

Hohle Stecher

stechen
in Verkaufsregalen
mit Stecknadeln Löcher
in Kondomverpackungen.

 

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