ColoniArs
life..documents..images..contact..friends..home..info

new*art
r
ainer maria jaenicke


> AUSSTELLUNGEN.> INDEX > ARCHIV


 

 

 

 

Experimente, Ergebnisse, Texte

 

 

 

Vive la torture de la vie, vor dem Anstieg zum Mont Ventoux
Kubanische Zigarrenkiste, Objets trouvés, unfertige Farbgebung des Hintergrundes, 09-2025

 

Zustand Februar / März 2026

Gestaltung der Innenseite des Zigarrenkisten-Deckels in Arbeit, vielleicht ähnlich wie bei ´Der Sturm auf das Capitol´, siehe unten

 

 

 

Microplastikfreier Sand, Kubanische Zigarrenkiste, Objets trouvés, Ölfarbe
Devotionalie aus der Mitte des letzten Jahrhunderts, 09-2025

In der momentanen Fassung steckt ein altes Fieberthermometer im Sand.

 

 

... der blaue Hintergrund - famos! Mal sehen, welches Figürchen nun in die Flasche mit Sand kommt - der Sandmann von E.T.A. Hoffmann ... oder ein liederlicher Tourist ... oder MAGA I* T* am Golf von America ... oder der Künstler selbst im Gefängnis von Form und Inhalt ...
Und immer wieder Scherben ... Jaens Scherbengericht ... eine zerbrochene Welt ... ein Radfahrer auf dem Weg zum Ziel: Sektkorken: die Absurdität des Ziels: selbstische Sucht nach Anerkennung im Kontext einer Welt in Scherben. Mal sehen, wie hier der Hintergrund wird - etwa apokalyptisch (Dürers kleines Aquarell) ... oder die Bullen von Red Bull in der Allianz-Arena - als Sinnbild einer Weltverwahrlosung in ihren Selbstwidersprüchen ...

Ein Kommentar zu den zwei Objektfragmenten des Bonner Schriftstellers Ulrich Bergmann, 09-2025

 

 

 

Der Sturm auf das Capitol, ein Objekt aus dem August 2025

 

 

 

Ente Donald, Pato Donaldo, ein Objekt aus dem Juni/August 2025 in der Sonne des Südens,
un objeto de arte de junio/agosto de 2025 bajo el sol del sur, Godall, Montsia, Tarragona

 

 

,

Heilige Brunhildis
Begleite mich auf meinem Pilgerweg

Santa Brunhilda
Acompáñame en mi peregrinación

Cami de Virol, 2025/26

 

Bestandteile

Treibgut Platja l´Estanyet, Cases Alcanar, Tarragona, Reste einer Zigarrenpackung ´Especiales´, Jakobsmuschel, Alte Spielzeugfigur 1930er Jahre, Massefigur, Querflötenspieler der Wehrmacht mit verloren gegangener Flöte, Bezug Legion Condor, Campo de Aviación, Aeródromo de la Legion Condor, La Sénia, Tarragona, Nimbus aus Meeresschneckengehäusen und gefundenen Scherben, ein Fragment des kleinen Sterbekreuzes meiner Großmutter, eines Fragments einer zierlichen Holzschnitzerei aus Oberammergau und das Fragment des Porzellankopfs ihrer Puppe Brunhilde, bei einem Bombentreffer auf das Wohnhaus in Berlin-Lankwitz 1944/45 verschüttet, ausgegraben, wieder zusammengeklebt und von mir als Kind in einer Holzkiste des Godesberger Dachbodens gefunden und verehrt, die Perücke besteht aus dem Echthaar meiner Großmutter als Kind, der Hintergrund der Montage ist eine innere Umschlagsseite in wertigem Goldbrokatdruck eines bedauerlichen Restes einer 3. Auflage von Andrees Handatlas, 1893.

Componentes

Madera a la deriva de la Platja l'Estanyet, Cases d´Alcanar, Tarragona; restos de un paquete de puros "Especiales"; una concha de vieira; una figura de juguete antigua de la década de 1930; una figura de composición; un flautista de la Wehrmacht con una flauta perdida; una referencia a la Legión Cóndor, Campo de Aviación, Aeródromo de la Legión Cóndor, La Sénia, Tarragona; un halo de conchas marinas y fragmentos encontrados de ceramica; un fragmento de la pequeña cruz de la muerte de mi abuela; un fragmento de una delicada talla de madera de Oberammergau; y el fragmento de la cabeza de porcelana de su muñeca Brunhilda, enterrada cuando una bomba impactó en su casa de Berlín-Lankwitz en 1944/45, desenterrada, pegada y encontrada y atesorada por mí de niña en una caja de madera en el ático de Bad Godesberg; la peluca está hecha con el propio cabello de mi abuela de niña. El fondo del montaje es una cubierta interior impresa en brocado dorado de alta calidad de unlamentable resto de una tercera edición del Atlas de mano de Andree, 1893.

 

 

Montage wegen der rechtlichen Grauzone
bei der Verwendung von AI-Elementen
von mir entfernt

 

Die Himmelfahrt

Digitale Montage aus Internet-Fundstücken
Teilweise mit KI generiert
2025/2026

 

 

Memento Günther Uecker

 

 

Montage wegen der rechtlichen Grauzone
bei der Verwendung von AI-Elementen
von mir entfernt

 

Balthasar

der Brühler Schlossschwan
im Keller des
Max Ernst Museums

 

 

Metamorphosis

Digitale Malerei, 2026

 

 

Das Phänomen


Die Bühne betritt das Phänomen, der Künstlername eines Quick-Change-Artisten.

Er präsentiert sich den Zuschauerinnen und Zuschauern als Magier des globalen Heils im schwarzen Anzug, in auf Hochglanz polierten Schuhen, einem weißen Hemd mit farbig strahlender Krawatte und zeigt dem faszinierten Publikum seine unerklärlichen Erscheinungs-Wechsel-Tricks.
Innerhalb von Sekundenbruchteilen, quasi ex subito, verwandelt sich das Phänomen in eine irritierende Erscheinung im Kostüm eines weiß strahlenden Friedensengels, ähnlich der Freiheitsstatue auf Liberty Island vor New York. Dann geschieht Folgendes: Aus dem Nichts zerreißt ein extrem lauter, zischender Knall die Bühnenshow, dass sich die Anwesenden gewaltig erschrecken. Der Engel in seinem Glitzerkleid ist verschwunden. Niemand kann sich vorstellen, wie das möglich ist. Eine kleine Rauchwolke löst sich auf, der Geruch nach Chemie bleibt.
Für kurze Augenblicke wird das Publikum durch den Anblick einer nicht erwarteten Figur mit der Schuppenhaut eines menschenartigen Chamäleons anstelle des Friedensengels überrascht. Dann ertönt plötzlich ein hysterischer Schrei einer Dame aus der ersten Reihe im Parkett rechts. Sie springt auf, läuft laut schreiend und gestikulierend zu einem Notausgang und verlässt die Tür zuschlagend den Zuschauerraum. Als die Besucherinnen und Besucher wieder zur Figur des Chamäleon-Menschen blicken, steht an dessen Stelle ein bleich geschminkter von schwarzen Stoff- und Hautfetzen verunstalteter Todesengel mit schwarzen Flügeln und verbranntem Engelshaar, der mit theatralischen Gesten die Zuschauer zu sich auf die Bühne lockt.
Was für eine fantastische Show! Die Zuschauerinnen und Zuschauer auf der Bühne sind begeistert!

Dann geht das Licht aus, der Vorhang fällt, kein Klatschen ist zu hören, es ist totenstill.

 

 

 

Yes Sir, I Can Boogie!

Objekt, 2026

Verzogener Heizstrahlerreflektor vom Müll, Becken eines Kinderschlagzeugs, goldenes Barbieplagiat
Hintergrundgestaltung mit Fundstücken, Ölmalerei

 

 

 

Toxische Beziehung

Installation, 2026

 

 

Objekte der Vergänglichkeit
Künstlerische Fastenzeit

 

Komposition
aus alten, befallenen Holzstücken,
Wurmmehl, Inneres einer leeren Abfalltonne
2026

 

 

Aschekreuz
2023

 

Aschekreuz 2026


Es gibt Aschekreuze in Aschekästen auch als
schlichte Abdrücke

 

 

 

In Abständen erscheint hier NEUES.

 

 


 

 

Zeitumstellung

 

April 2025

Ein Ausschnitt aus einer noch nicht veröffentlichten Bild-Text-Dokumentation aus dem Frühjahr 2025

 

Koffer für Zeitreisende

 

...

 

Foto 7: Das Pfarrhaus

 

Das alte Pfarrhaus besaß hohe Räume, die Stube war angenehm beheizt, der Friedhofsgärtner saß bereits am großen Tisch und frühstückte. Der Gärtner, im Aussehen nach einer Daguerreotypie des 19. Jahrhunderts entstiegen, begrüßte mich herzlich. Ich nahm Platzt, bekam meine Tasse mit Untertasse und ein goldbrauner Friesentee wurde mir von der freundlichen Küsterin eingeschenkt. ´Kluntches und Sahne?´ Dann wurde eine große Keksdose geöffnet und wir unterhielten uns über unsere Herkunft. Ich erzählte wer ich war, wo ich herkam und warum ich gerade hier meine Kreise zog. Meine Gastgeber aßen dazu ihre Butterbrote, ich trank den wunderbaren Tee und griff bei den Keksen zu. Das Gespräch ging dann über das große Reinemachen und Fensterputzen in der Kirche und die vielen Spinnen, den Ehemann, der bereits verstorben war. Die Haustiere, die drei Kühe, von denen eine Kuh gerade gekalbt hatte, das Sprechen mit Tieren, unsere Hunde, aber auch Ausländerhass und der Rückgang der Anzahl der Kirchenmitglieder nicht nur in den großen Religionsgemeinschaften, die Zeit verging.
Danach wurde mir das renovierte Pfarrhaus gezeigt, die Gemeinde hatte alles im Griff.
Damit war auch die Frühstückspause um einiges überzogen und endgültig beendet. Es wurde weiter geputzt und der Friedhofsgärtner hatte als nächstes die Aufgabe, die Uhren des Pfarrhauses eine Stunde vorzustellen, die Sommerzeit hatte begonnen und ich trat aus dem Pfarrhaus auf den gepflegten Friedhof hinaus.

 

Foto 8: Blick über den Friedhof

 

Geschrieben in einem Frühjahr des politischen Unvermögens und Umbruchs, weiteren menschenverachtenden Kriegen, den zumeist nicht demokratisch legitimierten Wirtschaftsbossen, Oligarchen, Despoten, Diktatoren und Populisten.
Die Wahrheit wird geknechtet, die Lüge lebt. Bisher gültige Werte werden durch den Fleischwolf gedreht.
Eine unberechenbare irrationale Politik regiert die Welt.
Eine Erinnerung an die Grundwerte der EU liest sich fast wie Satire: Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit, die Wahrung der Menschenrechte, Respektierung der Rechte von Minderheiten und Religionszugehörigkeiten.

 

 


 

 

Routes vers le sud

 

Juni 2025

Fotos eines Weges in den Süden

 

 

Autoroute du Soleil

 

 

Dos Caballos / Zwei Pferde

 

Immer wieder ist er da, der Wunsch in den Süden zu fahren. Seit über fünfzig Jahren folge ich dem anderen Leben im Süden, nicht nur im Sommer. Im Anfang ging es nach Italien, dann nach Südfrankreich und dem östlichen Mittelspanien. Zuerst schlief ich im Schlafsack am Strand, bald in Pensionen und preiswerten Hotels, später auch im eigenen Haus; die Sehnsucht nach Licht, Sonne, Meer, Farben und anderen, freieren Lebensformen, hielt bei mir an.

Diese in Fotos dokumentierte Fahrt zeigt einen Weg in Bildern mit bewusst keinem Text zu den Bereichen und Gegenden, die ich oft besucht habe, die mir ans Herz gewachsen und Ursprung vieler meiner Kunstwerke sind.

Der Weg führte über Moulins, das Zentralmassiv, die Bucht von Roses in das östliche Mittelspanien.

... und nochmal: Die Serie lässt Fotos, Bilder sprechen.

 

 


 

 

Gedanken und Fotografien

 

Januar 2026

Warften im Fehn

 

 

 

Generationen warfen jahrhundertelang Sand und Erde zu Warften auf,
um Mensch und Tier vor dem Ertrinken in Sturmfluten und Überschwemmungen zu retten.


Die Ebene zwischen Oldersum und Westgroßefehn verliert sich im Nebel einer eisigen Weite unter einem stahlblauen Winterhimmel. Die tiefstehende Sonne blendet. Der schneidende Wind steigert in mir das Gefühl, schutzlos der Kälte dieses Januartages ausgesetzt zu sein. An Scharen von Kanada-Gänsen, die im gefrorenen Gras nach Essbarem suchen, gehe ich die schmale Straße entlang, der Sonne entgegen, auf einen sanften, von hohen alten Bäumen bestandenen Hügel zu. Die Gräben links und rechts der Straße sind zugefroren. Auf den Weiden breiten sich große, gefrorene Wasserflächen aus, die das gleißende Licht der Sonne glitzernd reflektieren. Auf einem kleinen Damm führt rechts ein Pfad zu einem alten rostigen Eisenzaun. In der Mitte des Zauns befindet sich eine Tür, die sich öffnen lässt. Der enge Weg führt weiter zu einer Warft, wie die aufgeschütteten Hügel nicht nur hier im Fehn (Moor), sondern auch im Watt heißen.

 

Die Veröffentlichung besteht aus 10 Fotografien und einem Text zum Thema: Warften im Fehn (Künstliche Hügel im durch Wieken/ Kanäle besiedelbar gemachten Moor Ostfrieslands ab dem 17. Jahrhundert / Im aktuellen Umgangsdeutsch: Lost places in the moor)

 

Warften im Fehn

 

 

>..up
>road

>home