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Experimente, Ergebnisse, Texte

Vive la torture de la vie, vor dem
Anstieg zum Mont Ventoux
Kubanische Zigarrenkiste, Objets trouvés, unfertige Farbgebung des Hintergrundes,
09-2025

Microplastikfreier Sand, Kubanische
Zigarrenkiste, Objets trouvés, Ölfarbe
Devotionalie aus der Mitte des letzten Jahrhunderts, 09-2025
In der momentanen Fassung steckt ein altes Fieberthermometer im Sand.
... der blaue Hintergrund - famos! Mal sehen, welches Figürchen nun in die Flasche mit Sand kommt - der Sandmann von E.T.A. Hoffmann ... oder ein liederlicher Tourist ... oder MAGA I* T* am Golf von America ... oder der Künstler selbst im Gefängnis von Form und Inhalt ...
Und immer wieder Scherben ... Jaens Scherbengericht ... eine zerbrochene Welt ... ein Radfahrer auf dem Weg zum Ziel: Sektkorken: die Absurdität des Ziels: selbstische Sucht nach Anerkennung im Kontext einer Welt in Scherben. Mal sehen, wie hier der Hintergrund wird - etwa apokalyptisch (Dürers kleines Aquarell) ... oder die Bullen von Red Bull in der Allianz-Arena - als Sinnbild einer Weltverwahrlosung in ihren Selbstwidersprüchen ...Ein Kommentar zu den zwei Objektfragmenten des Bonner Schriftstellers Ulrich Bergmann, 09-2025
Der Sturm auf das Capitol, ein Objekt aus dem August 2025

Ente Donald, Pato
Donaldo, ein Objekt aus dem Juni/August 2025 in der Sonne des
Südens,
un objeto de arte de junio/agosto de 2025 bajo el sol del sur, Godall, Montsia,
Tarragona
In Abständen erscheint hier NEUES.
Zeitumstellung
April 2025
Ein Ausschnitt aus einer noch nicht veröffentlichten Bild-Text-Dokumentation aus dem Frühjahr 2025

Koffer für Zeitreisende
...
Foto 7: Das Pfarrhaus
Das alte Pfarrhaus besaß hohe Räume, die Stube war angenehm beheizt, der Friedhofsgärtner saß bereits am großen Tisch und frühstückte. Der Gärtner, im Aussehen nach einer Daguerreotypie des 19. Jahrhunderts entstiegen, begrüßte mich herzlich. Ich nahm Platzt, bekam meine Tasse mit Untertasse und ein goldbrauner Friesentee wurde mir von der freundlichen Küsterin eingeschenkt. ´Kluntches und Sahne?´ Dann wurde eine große Keksdose geöffnet und wir unterhielten uns über unsere Herkunft. Ich erzählte wer ich war, wo ich herkam und warum ich gerade hier meine Kreise zog. Meine Gastgeber aßen dazu ihre Butterbrote, ich trank den wunderbaren Tee und griff bei den Keksen zu. Das Gespräch ging dann über das große Reinemachen und Fensterputzen in der Kirche und die vielen Spinnen, den Ehemann, der bereits verstorben war. Die Haustiere, die drei Kühe, von denen eine Kuh gerade gekalbt hatte, das Sprechen mit Tieren, unsere Hunde, aber auch Ausländerhass und der Rückgang der Anzahl der Kirchenmitglieder nicht nur in den großen Religionsgemeinschaften, die Zeit verging.
Danach wurde mir das renovierte Pfarrhaus gezeigt, die Gemeinde hatte alles im Griff.
Damit war auch die Frühstückspause um einiges überzogen und endgültig beendet. Es wurde weiter geputzt und der Friedhofsgärtner hatte als nächstes die Aufgabe, die Uhren des Pfarrhauses eine Stunde vorzustellen, die Sommerzeit hatte begonnen und ich trat aus dem Pfarrhaus auf den gepflegten Friedhof hinaus.
Foto 8: Blick über den Friedhof
Geschrieben in einem Frühjahr des politischen Unvermögens und Umbruchs, weiteren menschenverachtenden Kriegen, den zumeist nicht demokratisch legitimierten Wirtschaftsbossen, Oligarchen, Despoten, Diktatoren und Populisten.
Die Wahrheit wird geknechtet, die Lüge lebt. Bisher gültige Werte werden durch den Fleischwolf gedreht.
Eine unberechenbare irrationale Politik regiert die Welt.
Eine Erinnerung an die Grundwerte der EU liest sich fast wie Satire: Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit, die Wahrung der Menschenrechte, Respektierung der Rechte von Minderheiten und Religionszugehörigkeiten.
Routes vers le sud
Juni 2025
Fotos eines Weges in den Süden

Dos Caballos / Zwei Pferde
Immer wieder ist er da, der Wunsch in den Süden zu fahren. Seit über fünfzig Jahren folge ich dem anderen Leben im Süden, nicht nur im Sommer. Im Anfang ging es nach Italien, dann nach Südfrankreich und dem östlichen Mittelspanien. Zuerst schlief ich im Schlafsack am Strand, bald in Pensionen und preiswerten Hotels, später auch im eigenen Haus; die Sehnsucht nach Licht, Sonne, Meer, Farben und anderen, freieren Lebensformen, hielt bei mir an.
Diese in Fotos dokumentierte Fahrt zeigt einen Weg in Bildern mit bewusst keinem Text zu den Bereichen und Gegenden, die ich oft besucht habe, die mir ans Herz gewachsen und Ursprung vieler meiner Kunstwerke sind.
Der Weg führte über Moulins, das Zentralmassiv, die Bucht von Roses in das östliche Mittelspanien.
... und nochmal: Die Serie lässt Fotos, Bilder sprechen.
Gedanken und Fotografien
Januar 2026
Warften im Fehn

Generationen
warfen jahrhundertelang Sand und Erde zu Warften auf,
um
Mensch und Tier vor dem Ertrinken in Sturmfluten und Überschwemmungen zu
retten.
Die Ebene zwischen Oldersum und Westgroßefehn verliert sich im Nebel einer eisigen Weite unter einem stahlblauen Winterhimmel. Die tiefstehende Sonne blendet. Der schneidende Wind steigert in mir das Gefühl, schutzlos der Kälte dieses Januartages ausgesetzt zu sein. An Scharen von Kanada-Gänsen, die im gefrorenen Gras nach Essbarem suchen, gehe ich die schmale Straße entlang, der Sonne entgegen, auf einen sanften, von hohen alten Bäumen bestandenen Hügel zu. Die Gräben links und rechts der Straße sind zugefroren. Auf den Weiden breiten sich große, gefrorene Wasserflächen aus, die das gleißende Licht der Sonne glitzernd reflektieren. Auf einem kleinen Damm führt rechts ein Pfad zu einem alten rostigen Eisenzaun. In der Mitte des Zauns befindet sich eine Tür, die sich öffnen lässt. Der enge Weg führt weiter zu einer Warft, wie die aufgeschütteten Hügel nicht nur hier im Fehn (Moor), sondern auch im Watt heißen.
Die Veröffentlichung besteht aus 10 Fotografien und einem Text zum Thema: Warften im Fehn (Künstliche Hügel im durch Wieken/ Kanäle besiedelbar gemachten Moor Ostfrieslands ab dem 17. Jahrhundert / Im aktuellen Umgangsdeutsch: Lost places in the moor)